



SKF Rillenkugellager Hochtemperaturanwendungen
Eigenschaften
- Temperaturbereich: -40°C bis +350° C
- unempfindlich in Betrieb und Wartung

SKF-Rillenkugellager für Hochtemperaturanwendungen
SKF-Rillenkugellager für Hochtemperaturbereiche sind für Einsatztemperaturen bis zu +250 °C oder +350 °C konzipiert.
Die Lager bestehen aus maßstabilisiertem Sonderstahl und sind für den langfristigen Einsatz bei hohen Temperaturen bis zu 350 °C ausgelegt. Sie sind mit einem Polyalkylenglykol-Graphit-Gemisch geschmiert – bei der Ausführung 2Z auf Lebensdauer. Alle Varianten besitzen eine Radialluft deutlich größer als C5 (ein Vielfaches von C5) und sind daher für thermische Ausdehnungen bei hohen Temperaturen geeignet.
VA201 mit Stahlblechkäfig für bis zu 250 °C
Robuste Standardausführung für hohe, aber nicht extreme thermische Belastungen.
Käfig: Herkömmlicher Stahlblechkäfig
Temperaturbereich: –40 °C bis +250 °C
Diese Ausführung ist für moderate Hochtemperaturbereiche geeignet. Sie besteht aus einem wärmebehandelten Lagerring und Wälzkörpern, einem Standardstahlkäfig sowie einem auf hohe Temperaturen ausgelegten Schmierfett. Ideal für industrielle Trockner, Öfen oder Förderanlagen.
VA208 mit Segmentkäfig aus Graphit für bis zu 350 °C
Ausgezeichnete Hochtemperaturbeständigkeit bis 350 °C, selbstschmierend durch die Graphitstruktur. Ideal bei thermisch hochbelasteten Anwendungen mit langsamen bis mittleren Drehzahlen.
Käfig: Mehrteiliger Graphitkäfig
Temperaturbereich: –40 °C bis +350 °C
VA228 mit Kronenkäfig aus Graphit für bis zu 350 °C
Ebenfalls hochtemperaturfest bis 350 °C und mit höherer mechanischer Festigkeit sowie Stabilität als Segmentkäfige. Dadurch ist diese Ausführung besser geeignet für höhere Drehzahlen und dauerhafte Belastungen, da die Wälzkörper gleichmäßig geführt werden. Kombination aus thermischer Stabilität und mechanischer Präzision – daher auch ca. doppelte Grenzdrehzahl gegenüber VA208.
Käfig: Einteiliger Kronenkäfig aus Graphit
Temperaturbereich: –40 °C bis +350 °C
Einlaufzeit für neue Lager
Das Einlaufen neuer SKF-Rillenkugellager ist bei Hochtemperaturanwendungen entscheidend für die Bildung eines stabilen Schmierfilms und eine lange Lagerlebensdauer.
Bei Lagern mit Stahlblechkäfig (VA201), die unter 200 °C und bei Drehzahlen unter 25 % der Grenzdrehzahl betrieben werden, ist ein Einlaufvorgang erforderlich – auch nach der Nachschmierung.
Die Lager sollten zunächst mit reduzierter Belastung und moderater Drehzahl betrieben werden, um überschüssiges Fett gleichmäßig zu verteilen. Anschließend kann der Betrieb schrittweise auf Volllast übergehen.
Die Einlaufphase sollte mindestens 48 Stunden dauern und bei einer Temperatur von mindestens 200 °C erfolgen. Sie reduziert Reibung, senkt die Betriebstemperatur und schützt vor Lagerschäden.
Nachschmierung meist nicht nötig
Alle SKF Hochtemperaturlager sind wartungsfrei und für eine Lebensdauerschmierung ausgelegt – mit Ausnahme der offenen Rillenkugellager des Typs VA201 mit Stahlblechkäfig. Bei diesen Lagern kann unter bestimmten Betriebsbedingungen eine Nachschmierung erforderlich sein.
Für offene Lager des Typs VA201 wird empfohlen, den Zustand des Schmierstoffs etwa alle sechs Monate zu kontrollieren. Zeigen sich helle, metallisch glänzende Spuren auf den Laufbahnen, deutet dies auf einen fehlenden Trockenschmierfilm hin. In diesem Fall sollten die Rückstände des alten Schmierstoffs mit einem geeigneten Lösungsmittel entfernt werden. Nach dem vollständigen Trocknen ist das Lager mit derselben Schmierpaste nachzuschmieren, die auch bei der Erstbefüllung verwendet wurde.

DIN 625 / ISO 15
SKF Rillenkugellager entsprechen der ISO 15 sowie der entsprechenden DIN 625. Diese Normen definieren die grundlegenden Abmessungen, Toleranzen und Bauformen für metrische Rillenkugellager. Sie gewährleisten Austauschbarkeit, Kompatibilität und definierte Qualitätsanforderungen weltweit.
