Flachriemen – Der einfache Antriebsriemen
Der Flachriemen ist ein flacher und recht einfacher, aber vielseitiger Antriebsriemen. Wie er funktioniert und wie er im Vergleich mit anderen Riemenarten dasteht, schauen wir uns jetzt an.
Funktion
Flachriemen bestehen aus zwei Hauptkomponenten: Einer Zugschicht und einer Laufschicht.
Die Zugschicht ist das tragende Element des Riemens – sie nimmt die Kräfte auf, überträgt sie zuverlässig und sorgt für Stabilität.
Die Laufschicht steht in Kontakt mit der Riemenscheibe.
Damit der Flachriemen nicht von der Riemenscheibe rutscht, sind diese meist ballig gefertigt.
Dadurch wird der Riemen automatisch in die Scheibenmitte gezogen, da hier die höchste Spannung am Riemen zieht.



Sie werden mit einer hohen Vorspannung betrieben, je nach Riemen ca. 0,8 % bis 2 %. Anders als Keil- und Zahnriemen benötigen sie dies, um zuverlässig Kraft zu übertragen, was jedoch zu einer stärkeren Dauerbelastung der Lager führt. Ihr dünner Querschnitt ermöglicht sehr hohe Drehzahlen mit sehr ruhigem Lauf und guter Umlenkbarkeit. Bei Überlast können sie durchrutschen, sodass die Last nicht direkt den ganzen Antrieb belastet.
Vergleich
Riemen mit einer Lederoberfläche können nach der Belastung oft weiterverwendet werden. Keilriemen bieten durch den Keileffekt gute Reibung und können größere Kräfte abbilden. Sie können ebenfalls durchrutschen, sind aber bei hohen Drehzahlen nicht so leistungsfähig wie Flachriemen. Zahnriemen greifen direkt ein und übertragen Bewegungen synchron und schlupffrei, eignen sich aber nicht zum Durchrutschen und können bei hohen Drehzahlen lauter sein.
Flachriemen:
- Vielseitig einsetzbar, besonders geeignet für hohe Drehzahlen
- Ruhiger Lauf und Möglichkeit des beidseitigen Umlenkens
- Kontrolle über Lasten durch Durchrutschen bei Überlast
- Einfache Handhabung und Herstellung in fast beliebiger Länge
Keilriemen:
- Sehr gute Reibung durch den Keileffekt
- Können größere Kräfte abbilden als Flachriemen
- Möglichkeit zum Durchrutschen
- Nicht so leistungsfähig bei hohen Drehzahlen wie Flachriemen
Zahnriemen:
- Greifen mit ihren Zähnen direkt in Zahnriemenscheiben ein
- Übertragen Bewegung schlupffrei und synchron
- Nicht geeignet für Durchrutschen
- Im Vergleich zu Flachriemen bei hohen Drehzahlen lauter
Zusammenfassung
Flachriemen werden gerne in Sägen, Holzbearbeitungsmaschinen, in der Papierindustrie oder Verpackungsanlagen verwendet. Gerade bei Antrieben mit wechselnden Lasten kann ein kontrolliertes Durchrutschen ein Vorteil sein, den etwa Zahnriemen nicht bieten. Ihren Flachriemen – vom Standard- bis zum Hochleistungsflachriemen – finden Sie natürlich bei uns.
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