Flachriemen sind flache Riemen, die für glatte, ballige Riemenscheiben verwendet werden. Doch wie findet man den richtigen Riemen? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen, welche Maße entscheidend sind und welche Eigenschaften bei der Auswahl eine Rolle spielen.

Riementyp

Für die meisten Anwendungsfälle, etwa 90 %, ist der Standard-Flachriemen aus Neopren optimal. Er ist unter den Bezeichnungen T150, HF150 oder NE22 bekannt und in vielen Längen unter 500 mm verfügbar. Trotz einer Riemendicke von nur knapp 1 mm ist er äußerst leistungsfähig, da er nahtlos gefertigt wird.

Nahaufnahme eines schwarzen Zahnriemens, der in der Hand gehalten wird. Ein Finger zeigt auf die weiße Riemenkennzeichnung ‚T150 1150‘ zur Identifikation von Teilung und Länge.

Bei größeren Antrieben kommen dickere Riemen mit einer Zugschicht aus Polyamid zum Einsatz. Diese Riemen werden auf die gewünschte Länge verbunden und haben eine feste Laufrichtung, gekennzeichnet durch einen Pfeil.

Flacher schwarzer Antriebsriemen wird schräg in der Hand gehalten; ein Finger zeigt auf einen aufgedruckten Pfeil, der die Laufrichtung des Riemens kennzeichnet.

Sie sind sowohl mit einer Lauffläche aus Elastomer als auch Leder erhältlich. Elastomer bietet eine gummierte Laufseite, ideal für eine hohe Haftreibung und eine nahezu schlupffreie Kraftübertragung.

Rechteckiges, hellgraues Materialmuster mit feinporiger Oberfläche wird zwischen Daumen und Fingern gehalten.

Lederflachriemen sind besonders robust und widerstandsfähig, auch in schmutzigen oder öligen Umgebungen. Sollte der Riemen öfter abspringen, ist das kein Problem. Beide Flachriemenarten sind auch mit beidseitiger Lauffläche verfügbar, ideal, wenn beidseitig Scheiben angetrieben werden müssen.

Rechteckiges, grünes Materialmuster mit glatter Oberfläche wird zwischen Daumen und Fingern gehalten.

Spezielle Elastomerflachriemen sind für das Falten von Fallschachteln oder als Maschinen- und Sortierbänder, etwa in der Papierindustrie, erhältlich. Diese können mit abriebfesten Oberflächen oder dickeren Laufflächen ausgestattet sein. Alle Varianten sind einfach in unserem Onlineshop unter der Kategorie Flachriemen zu finden.

Maße und Spannung

Bei der Auswahl eines Flachriemens beginnen Sie mit der Länge und der Breite. Die Breite kann am alten Riemen oder an der Riemenscheibe gemessen werden.

Messung der Riemenbreite an einem Antriebsriemen auf einer Riemenscheibe mithilfe eines Messstreifens, der von Hand am gespannten Riemen angelegt wird.

Da Flachriemen immer vorgespannt betrieben werden und sich dadurch verlängern, ist es nicht sinnvoll, die Länge des alten Riemens als Maß zu verwenden. Die beste Methode ist, die Länge direkt im Antrieb im ungespannten Zustand zu messen – führen Sie hierzu ein Maßband um alle Scheiben.

Riemenbreite wird an einem gespannten Antriebsriemen auf einer Riemenscheibe mithilfe eines Messstreifens manuell überprüft.

Standard-Flachriemen werden in der Regel mit einer Vorspannung von 0,4 bis 0,8 % betrieben, Elastomer- und Lederflachriemen sogar mit 2 %. Markieren Sie eine feste Länge, etwa 300 mm, am ungespannten Riemen und messen Sie nach dem Spannen erneut.

Markierung wird mit einem Stift entlang eines Metalllineals auf einem grünen Antriebsriemen angebracht, um eine definierte Mess- oder Schnittlänge festzulegen.

Nahaufnahme eines grünen Antriebsriemens unter einem Metalllineal mit Millimeterskala; die Messmarkierung auf dem Riemen dient zur genauen Längenbestimmung.

Schematische Darstellung der Vorspannung eines Riemenantriebs zwischen zwei Rollen. Maßpfeile zeigen eine Messlänge von 300 mm und eine gedehnte Länge von 306 mm, entsprechend einer Dehnung von ε = 2 Prozent; die Messmarken sind eingezeichnet, darüber steht die Beschriftung ‚Vorspannung‘.

Die neue Länge sollte 306 mm betragen, um 2 % Vorspannung zu erreichen. Nach etwa einer Stunde Laufzeit kann das Material sich setzen und eine erneute Spannung erforderlich machen.

Riemendicke

Schematische Darstellung eines Riemenantriebs mit markiertem Umlenkdurchmesser. Ein blauer Doppelpfeil zeigt den Durchmesser der Umlenkrolle; darüber steht die Beschriftung ‚Umlenkdurchmesser‘.

Auch bei der Dicke des Riemens gibt es eine Faustregel: Wählen Sie stets die größtmögliche Dicke, die der Mindestumlenkdurchmesser erlaubt. Nur so bleibt der Riemen flexibel genug für eine saubere Umlenkung und erhält seine maximale Leistung und Lebensdauer.

Die Dicke kann einfach im Onlineshop anhand des Umlenkdurchmessers ausgewählt werden. Sollte der alte Flachriemen noch vorhanden sein, dient er Ihnen als gute Orientierung.

erson bedient einen Laptop, auf dessen Bildschirm eine Produktseite für Chromleder-Flachriemen mit Konfigurationsoptionen und Preisangaben angezeigt wird.

Zusammenfassung

Messen Sie die Breite am Riemen, die Länge an den Riemenscheiben, da der Riemen beim Betrieb lenkt, und die Dicke am Durchmesser der kleinsten Riemenscheibe im Antrieb. Bei einfachen Antrieben ist der Standard-Flachriemen T150 oft ausreichend. Für größere Kraftübertragungen könnte Elastomer geeignet sein; in öligen und schmutzigen Umgebungen ist Leder auf der Laufseite ideal. Mit diesen Informationen können Sie den richtigen Flachriemen einfach online bestellen.

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