Transportband finden
Wenn Sie ein Transportband suchen, muss es exakt zu Ihrer Anwendung passen.
Die erste Frage lautet also: Was möchten Sie transportieren – und auf welche Weise? Bei der Auswahl des passenden Bandes spielen mehrere Faktoren eine Rolle: der Umlenkdurchmesser, die Mitnahme – also wie gut das Fördergut auf der Bandoberfläche haftet – und das Material des Bandes selbst.
Welche Möglichkeiten es hier gibt, schauen wir uns jetzt genauer an.
Maße des Transportbandes ermitteln
Die grundlegenden Maße eines Transportbandes sind Breite, Länge und der Mindest-Umlenkdurchmesser. Die Breite lässt sich ganz einfach am alten Band oder direkt an den Laufrollen messen. Die passende Länge wird sicher ermittelt, indem anstelle des Bandes ein Maßband in den Antrieb eingelegt wird und der gesamte Weg des Bandes im Antrieb nachgemessen wird.
Da Transportbänder unter Spannung laufen, ist es dabei wichtig, auch die Spannvorrichtung oder gegebenenfalls die Einschnürtrommel zu berücksichtigen.
Der Mindest-Umlenkdurchmesser richtet sich nach der Bandstärke – also der Dicke und der Materialhärte.
Je stärker und härter das Material, desto größer muss auch der Mindest-Umlenkdurchmesser gewählt werden.



In Ausnahmefällen, wenn keine Spannvorrichtung vorhanden ist, kann alternativ ein elastisches Transportband verwendet werden. Dieses spannt sich aufgrund seines Materials von selbst, ist allerdings schwieriger exakt in Fluchtung zu bringen.
Aufbau Transportband
Transportbänder werden in unterschiedlichen Lagen gefertigt. Einlagige Bänder sind sehr flexibel und können daher auch über eine Messerkante laufen – ideal, wenn ein stufenloser Übergang des Förderguts gewünscht ist.
Der absolute Standard in der Industrie sind jedoch zweilagige Bänder.
Diese bestehen aus einer Zugschicht – einem Gewebe, das die Zugkräfte aufnimmt – sowie der sogenannten Tragseite, die direkt auf der Zugschicht aufgebracht ist und die gewünschten Eigenschaften für die jeweilige Förderanwendung mitbringt.
In bestimmten Fällen – etwa bei hohen Zugkräften oder wenn besondere Breiten- bzw. Längenstabilität gefordert ist – kommen auch dreilagige Transportbänder zum Einsatz.



Zusätzlich kann ein Transportband mit einem mechanischen Verbinder ausgestattet werden, sodass es direkt in der Maschine verschlossen werden kann.
Dabei ist zu beachten, dass sich durch den Verbinder der Mindest-Umlenkdurchmesser erhöht, da dieser weniger flexibel ist als das Bandmaterial selbst.
Außerdem bringt der Verbinder nicht die gleichen Oberflächeneigenschaften mit wie das restliche Band.
Oberfläche bestimmen
Im nächsten Schritt ist zu überlegen: Wird eine hohe Mitnahme benötigt oder ist geringe Reibung auf der Oberfläche gewünscht? Soll das Band glatt oder strukturiert sein? Bänder mit hoher Mitnahme verhindern das Verrutschen des Förderguts, während Bänder mit geringer Mitnahme ein Verschieben auf dem Band ermöglichen – etwa für Stauförderungen.
Strukturierte Oberflächen werden vor allem dann eingesetzt, wenn mit Verschmutzungen wie Staub, Dreck oder Feuchtigkeit zu rechnen ist. Grob strukturierte Bänder, wie sie z. B. im Holztransport verwendet werden, reinigen sich beim Umlauf um die Rollen oft selbst. Kommen Flüssigkeiten ins Spiel, sorgen Rillen in der Oberfläche dafür, dass diese ablaufen können, während feste Stoffe weitertransportiert werden.
Bei stark haftenden Materialien, wie Teig oder klebrigen Einzelteilen, ist eine nicht anhaftende Oberfläche entscheidend. Diese wird z. B. durch eine Waffelstruktur oder durch eine Silikonbeschichtung erreicht – hier bleibt garantiert nichts kleben.
Supergrip Petrol
Längsrille schwarz
Waffel blau
Auch die Materialeigenschaften des Bandes müssen zur Anwendung passen. Kommt das Band direkt mit Lebensmitteln in Kontakt, sind lebensmittelechte Oberflächen erforderlich – erkennbar am Kürzel „FDA“ in der Artikelbeschreibung. Wird eine besonders hohe Flexibilität benötigt, etwa für Messerkanten, muss das Band entsprechend dünn und elastisch sein.
In manchen Fällen ist auch eine antistatische Eigenschaft erforderlich, damit sich das Band durch Reibung nicht elektrisch auflädt. Für all diese Anforderungen stehen bereits verschiedenste Standardmaterialien zur Verfügung, die wir Ihnen in diesem Zusammenhang gern vorstellen.
Bänder mit hoher Mitnahme

Der häufigste Standard für Transportbänder mit hoher Mitnahme ist das Material PVC. Es ist sowohl in glatter Ausführung mit dennoch guter Mitnahme als auch mit verschiedenen Strukturprägungen erhältlich – von fein bis grob. Für Anwendungen, bei denen nichts haften bleiben darf und dennoch eine hohe Mitnahme erforderlich ist, eignet sich Silikon hervorragend als Bandoberfläche.
Bänder für geringe Reibung
Für den Transport gleitender Teile kommen häufig Gewebebänder zum Einsatz. Wenn das Bandmaterial zusätzlich beständig gegen Reinigungsmittel oder besonders abriebfest sein soll, ist PU eine gute Wahl.


Bei klebrigen Fördergütern empfiehlt sich ebenfalls eine Silikonoberfläche – hier haftet selbst Klebstoff nicht. Alternativ sorgen stark strukturierte Oberflächen, wie eine Waffelprägung, dafür, dass z. B. Teigreste beim Umlauf leicht abgelöst werden.


Bänder für Lebensmittelkontakt
Für Transportbänder im direkten Lebensmittelkontakt ist eine lebensmittelechte Oberfläche unbedingt erforderlich – meist erkennbar an der FDA-Kennzeichnung in der Artikelbeschreibung.
Bänder für heiße und scharfkantige Teile

In speziellen Fällen, etwa wenn heiße Teile bis zu 140 °C kurzzeitig transportiert werden oder scharfkantige Werkstücke wie aus einer Metallstanze zum Einsatz kommen, können Polyester- oder Polyamid-Vliese eingesetzt werden – diese sind besonders schnittfest und robust.
Zusammenfassung
Wenn Sie Ihre Grundmaße – Breite, Länge und Mindest-Umlenkdurchmesser – bestimmt haben, wenn klar ist, ob Sie eine glatte oder strukturierte Oberfläche brauchen, ob die Mitnahme gering oder hoch sein soll und ob das Band spezielle Anforderungen wie Lebensmitteleignung oder Antistatik erfüllen muss, können Sie Ihr individuelles Transportband schon jetzt bequem online konfigurieren und bestellen – gerne direkt bei uns.
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